Montag, 2. November 2015

Eine schnelle Nummer

Im Zuge der Hausanschlüsse rief mich eine Mitarbeiterin der e-Netz Südhessen an und fragte nach einer eindeutigen Baustellenadresse, da ich im Antrag die Straße und zwei Hausnummern angegeben habe.

Der Grund dafür ist der, dass wir - wie bereits mehrfach erwähnt - zwei Grundstücke gekauft haben. Diese haben natürlich jedes für sich eine Hausnummer vorgesehen, da dort ursprünglich DHH geplant waren.

Also bin ich heute Morgen direkt zum Rathaus, um die Frage der Hausnummer zu klären. Der Kollege hatte gerade keine Zeit, so dass ich meine Telefonnummer und unsere Wunschhausnummer hinterließ.

Ca. 1 Stunde später rief er mich zurück, um mir zu sagen, dass es mit unserer Wunschhausnummer klar geht und er das jetzt so bei sich einträgt.

Damit war die Sache auch schon für uns erledigt.

Das positive an der Geschichte war, dass es mal nichts gekostet hat und wir dafür kein Formular ausfüllen mussten. Ich glaube fest, dass das die einzige Sache am Hausbau war, die diesen Kriterien entspricht. :-)

Achso, wir haben die Hausnummer 13 gewählt.

Der Hausanschluss

Wer später einmal duschen, das Licht einschalten und auch das Internet nutzen möchte, der benötigt dafür die entsprechenden Voraussetzungen - den so genannten Hausanschluss.

Dieser wird bei uns von der e-netz Südhessen erstellt.

Folgende Dinge werden in unserem Fall benötigt:
  • Strom
  • Wasser
  • Telekommunikation
Gas benötigen wir nicht, da wir uns für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als Wärmeerzeuger entschieden haben.

Nun ist es aber so, dass der Versorger einem nicht 3 Löcher in die Kellerwand bohrt, sondern nur noch 1 Loch. Hierbei handelt es sich um den so genannten Mehrspartenanschluss oder die Mehrsparten-Hauseinführung.

Bei Häusern mit Keller, ist das Bohren des Lochs vermutlich eine Art Standardvorgehen, da ein Keller normalerweise im Erdreich ist.
Da wir aber in den Hang hineinbauen, ist unser Keller vorne komplett und rechts zu zwei Drittel nicht im Erdreich. Würde man nun den Standardweg gehen, müsste man neben dem Haus einen 1,20m tiefen Graben ziehen und an der Stelle, an der es in's Haus gehen soll, wieder nach oben und rein. Das ist keine optimale Lösung.

Nun gibt es aber noch die Möglichkeit, das Ganze so umzusetzen, als wenn man keinen Keller hätte. D.h. die Hausführung erfolgt durch die Bodenplatte.

Auf der Homepage FHRK (Fachverband Hauseinführungen für Rohre und Kabel e.V.) kann man sich das Ganze ansehen. Wir haben uns für die rechteckige Variante entschieden.

Dazu werden alle benötigten Medien in einen gemeinsamen Graben verlegt und in das Haus geführt. die Größe des Grabens hängt von den benötigten Komponenten ab und richtet sich natürlich nach der kritischsten, dem Wasser. Mehr kann man auf der Homepage von e-Netz Südhessen nachlesen.

Da die jeweiligen Gegebenheiten bei jedem Bauvorhaben aber anders sind (z.B. Entfernung von der Straße bis in den HWR/HAR, Entfernung der Wasserleitung vom Grundstück) ist es notwendig, dass ein Mitarbeiter der e-netz Südhessen persönlich vor Ort erscheint, um die Gegebenheiten aufzunehmen zu besprechen und ein Angebot erstellen zu können.

Das war heute morgen um 8 Uhr der Fall. Wir mussten sogar eine Entscheidung treffen, nämlich an welcher Wand im HWR/HAR die Anschlüsse erstellt werden sollen. Nach einer kurzen Rücksprache mit Claudia stand das auch fest und ich teilte es dem Mitarbeiter von heute Morgen mit.

Nun warten wir gespannt auf das Angebot. Diese Kosten zählen wir zu den Baunebenkosten.

Während wir nun auf das Angebot warten, haben wir auch noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen. Das wären z.B. Beantragung eines Anschlusses von der Telekom und/oder von der HSE Medianet, Klären wer Antrag für den Wasser- und auch Abwasseranschluss stellt.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Der Notartermin - der Tag danach

Es ist vollbracht. Gestern um 16 Uhr war der Notartermin. Wer so etwas noch nicht mitgemacht hat, der muss wissen, dass der Notar den gesamten Kaufvertrag Wort für Wort vorliest.

Dies waren in unserem Fall "nur" 19 Seiten. :-)


Nach aufmerksamem Zuhören und gut 1 Stunde später haben dann alle Beteiligten unterschrieben.


Eine Besonderheit, die ebenfalls gleich erledigt wurde, war die Beantragung der Zusammenlegung der beiden Grundstücke.



Nun heißt es auf die Rechnungen warten. Das dürften u.a. folgende sein:
  • Rechnung des Notars
  • Grunderwerbssteuer vom Finanzamt
  • Rechnung vom Grundbuchamt
  • Rechnung vom Katasteramt für die Zusammenlegung der Grundstücke

Freitag, 23. Oktober 2015

Der Notartermin

Mittlerweile ist auch die Finanzierung geklärt. Hier gab es ein paar Höhen und Tiefen. Letztendlich haben wir aber dennoch ein gutes Angebot bekommen.

Da die Finanzierung nun geklärt ist, kann auch der Grundstückskauf vollzogen werden. Der dazu notwendige Termin beim Notar findet nächsten Mittwoch statt. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet - es ist schließlich der erste Termin für ein Grundstückskauf.

Bei diesem Termin müssen die Grundstücke auch gleich zusammengeschlossen werden, damit der Bauantrag gestellt werden kann. Genau genommen sind es nämlich zwei kleine Grundstücke (z.B. für DHH), die wir beide kaufen und zusammenlegen lassen (müssen). Erst dann erhält das "neue" Grundstück eine Flurnummer.

Die Bemusterung

So, lange hat sich nichts getan. Das lag daran, dass wir in der Zwischenzeit mit der Finanzierung beschäftigt waren.
Am 02.09.2015 war es endlich soweit. Wir hatten unseren Termin zur Bemusterung. Dieser fand in der Zentrale in Montabaur statt. Eines gleich vorweg. So etwas ist nichts für unentschlossene. :-)

Nun wird sich der eine oder andere fragen, was das denn eigentlich ist und was man da so alles macht. Im Prinzip wird bei einer Bemusterung das Haus personalisiert.
Sie ist vergleichbar mit den Extras beim Autokauf. Man kauf beispielsweise einen Golf mit einer gewissen Grundausstattung. Dann schlägt man den Katalog mit den Extras auf und los geht's. Elektrische Fensterheber, Ledersitze, großes Navi, Tempomat, Autofarbe, und und und.

Genauso funktioniert eine Bemusterung. Man legt die Farbe des Hauses fest, die Farbe und Art der Dachziegel, die Fensterfarbe, ...

Folgende Entscheidungen mussten wir treffen bzw. eine grobe Anzahl nennen:
  • Öffnungen in Betonbauteilen
    • Gemeint sind z.B. Dosen in der Betondecke für Spots, hier haben wir erstmal eine grobe Anzahl geschätzt
  • Farbe des Garagentors
    • Hier haben wir ganz klassisch weiß gewählt, da die Fenster auch weiß werden
  • franz. Balkone
    • Hier haben wir einen speziellen Wunsch geäußert, mal schauen, ob er umsetzbar ist. Wenn nicht, werden wir es wohl anderweitig vergeben.
  • Lüftung
    • Die Wahl fiel auf eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Farbe des Dachüberstandes
    • Weiß, derzeit gehen wir aber noch von einem Dachüberstand von Null aus; also Bauhausstil
  • Ausbildung des Dachüberstandes
    • Freiliegende Sparrenköpfe
  • Dacheindeckung
    • Hier haben wir uns für die Taunuspfanne der Fa. Braas in der Farbe klassisch-rot entschieden
    • Jetzt werden sich einige fragen, warum denn kein anthrazit. Aber leider gibt der B-Plan hier genau vor wie die Farbe zu sein hat. Erlaubt sind natürlich nur die schönsten Farbetöne, nämlich rot, rotbraun oder braun. Ein total altmodische Farbe wie anthrazit ist zum Glück nicht gestattet. Das sieht bei Häusern mit anthrazitfarbenen Fenstern auch nicht schön aus, wenn die Dachfarbe zu den Fenstern passt. Da wir hier keinen Ärger wollten, fiel die Wahl daher auf klassisch-rot.
  • SAT-Durchführungspfanne
    • Plant man eine SAT-Schüssel auf dem Dach, muss es auch eine Durchführung für die Halterung geben. Dafür kann man hier diese wählen. Da es hier noch ein paar offene Fragen zum Procedere mit der SAT-Schüssel-Halterung gibt, haben wir erstmal keine SAT-Durchführungspfanne gewählt.
  • Innentreppe
    • Was ein schwieriges Thema. Für die Treppe vom KG in das EG ist es recht einfach. Das wird eine Betontreppe.
      Komplizierter hingegen ist es bei der Treppe vom EG in das DG. Hierfür sind wir nach der Bemusterung zu Bastian Treppen gefahren. Von denen kommt die Treppe.

      Dort hatten wir die Möglichkeit verschiedene Stufentiefen und -höhen zu testen. Es ist erstaunlich was 1cm in der Stufenhöhe ausmachen kann. Zum Glück konnten wir uns auch eine weiße Treppe anschauen. Warum zum Glück? Wir haben immer gesagt, dass wir eine weiße Treppe möchten - unbedingt.
      Naja, nachdem wir sie gesehen haben, war die Ernüchterung recht groß. So haben wir uns das überhaupt nicht vorgestellt.
      Dann zeigte uns die Mitarbeiterin eine Eichentreppe. Also mit echtem Holz. Kein furnierter Krempel.
      Meine Frau sagte sofort, die ist es. So eine Treppe muss man mal angefasst haben, damit man weiß wovon wir reden. Das ist ein Erlebnis. :-)
  • Fassade
    • Nach langen Runden durch das Neubaugebiet - bewaffnet mit sämtlichen Farbfächern - ist die Wahl nun auf die Farbe RAL7044 für die Fassade gefallen. Der Sockel soll die Farbe RAL7030 erhalten. Zumindest ist das der derzeitige Planungsstand. :-)
  • Fenster
    • Gewählt haben wir ganz klassisch weiße Fenster. Zum einen war es uns der Aufpreis für farbige Fenster nicht wert und zum anderen hat fast jedes neue Haus anthrazit-farbene Fenster. Den Kontrast werden wir über die Fassadenfarbe herstellen.
    • Zu den Fenstern gehören natürlich auch Rollläden. Auch diese werden weiß sein. Einige Fenster (Süden und Westen) erhalten Raffstores - so der Plan. Diese ermöglichen eine wesentlich bessere Verschattung im Sommer. Sprich, man sitzt nicht im Dunkeln wenn die Raffstores unten sind.
    • Auch die Fensterbänke gehören dazu. Außen werden es Alufensterbänke in weiß und innen Werzalit Fensterbänke ebenfalls in weiß. Von Steinfensterbänken wurde uns aufgrund irgendwelcher potentieller Wärmebrücken abgeraten.
  • Haustür
    • Diese wird nach derzeitigem Planungsstand eine weiße Kunststofftür sein. Der Aufpreis für eine Alutür ist angefragt.
  • Innentüren
    • Das ging schnell. Innentüren beziehen wir nicht über Massivhaus Rhein Lahn. Diese werden wir ganz zum Schluss aussuchen und bauseits montieren. Das hat für uns den großen Vorteil, dass wir jetzt noch keine Entscheidung treffen müssen. Wenn alles fertig ist, können wir uns in aller Ruhe für Türen entscheiden.
So, das war's auch schon mit der Bemusterung.

Donnerstag, 10. September 2015

Die LAGA Analyse - Das Ergebnis

Heute kam schon mal vorab per E-Mail das Ergebnis der LAGA Analyse. Tja, was soll man sagen. Wir haben Z-0 Boden. Das ist wenigstens mal eine gute Nachricht. :-)

Dienstag, 25. August 2015

Die LAGA Analyse

Wer einen so unschönen Boden (lehmhaltig) hat wie wir, muss diesen auch entsorgen lassen, da er für das Wiederverfüllen nicht geeignet ist.
Natürlich wird heutzutage nicht einfach irgendwo was hingekippt ohne dass es geprüft / untersucht wird.
Bevor der Aushub nun entsorgt werden kann, muss dieser analysiert werden - hier kommt die so genannte LAGA Analyse in's Spiel.